Wege ins Kloster - Lebenszeugnisse
Sr. M. Jacinta Spindler aus Waldzell

Ich kannte das Kloster St. Anna in Ried, machte mir jedoch keine Gedanken über die Tätigkeit der Schwestern. Von einer tief gläubigen Frau hörte ich gelegentlich: „Dass wir immer vor größeren Katastrophen verschont bleiben, verdanken wir dem Gebet der St.-Anna-Schwestern.“

Später erfuhr ich durch eine pensionierte Angestellte des Klosters Näheres über das Leben und Wirken der Redemptoristinnen. Von da an fühlte ich mich stark zum kontemplativen Leben hingezogen. Nach ausführlicher Information und reiflicher Überlegung trat ich hier ein. Mein Leben hat nun einen tiefen Sinn. Es macht sehr glücklich, ganz für Gott dazusein.


Sr. M. Anna Stehrer aus Puchkirchen am Trattberg

Nach der Hauptschule arbeitete ich als Schneiderlehrling.

In der Berufsschule und am Arbeitsplatz ging mir die religiöse Gleichgültigkeit meiner Mitmenschen sehr nahe. Es reifte in mir der Entschluss, mich für sie einzusetzen und mein Leben in einem beschaulichen Orden dem Herrn zu weihen. So trat ich nach der Gesellenprüfung in St. Anna ein.

Ich bin überzeugt, dass ich als Redemptoristin zur Ehre Gottes und im Dienst für Kirche und Welt meine Lebensaufgabe erfüllen kann. Dem Herrn sei Preis und Dank!

Gestorben 08. Juni 2020


Sr. M. Immaculata Blaschitz aus Greutschach, Kärnten

Ich war das Jüngste von 8 Geschwistern – meine Mutter starb bei meiner Geburt. Wenn man mich fragte, was ich einmal werden wollte, antwortete ich jedes Mal: Klosterschwester. Im 15. Lebensjahr trat ich bei den Kreuzschwestern ein, wechselte aber nach 4 Jahren in das Kloster der Redemptoristinnen in Wien. Hier waren 1956 zwanzig Schwestern. Die Gemeinschaft wurde mit den Jahren kleiner; ich allein blieb übrig. Trotz der Hilfe von auswärtigen Mitschwestern musste 1989 das Kloster geschlossen werden. Ich ging für 7 Jahre in unser Kloster in Foggia, Italien, dann ließ ich mich in die Gemeinschaft von Ried eingliedern. Ich danke dem Herrn für seine Führung!


Sr. M. Regina Scharnreitner aus Großraming

Drei meiner 10 Schwestern waren in tätige Ordensgemeinschaften eingetreten. Ich, die Jüngste, wollte nach dem Vorbild meiner Taufpatronin, der kleinen hl. Theresia, in ein beschauliches Kloster gehen. Auf ein Zeitungsinserat hin kam ich nach St. Anna in Ried, um vorerst als Magd in der Landwirtschaft zu arbeiten. Da konnte ich den Orden und die Schwestern kennen lernen. Es war eine schöne Vorbereitung. Am 13. Mai 1957 (40. Jahrestag von Fatima) trat ich ein. Hier habe ich verschiedene Aufgaben übernommen für den Gottesdienst und für die Mitschwestern. An erster Stelle steht das Gebet. Es ist ein erfülltes Leben.


Sr. M. Josefa Ametsreiter aus Mehrnbach

Drei mal hatte ich eine innere Einsprechung, dass ich ins Kloster gehen sollte. Schließlich war ich mir sicher, wenn ich jetzt nicht ginge, könnte nichts mehr daraus werden. Aber ich wusste keinen passenden Orden.

Inzwischen war die Schwägerin meiner Schwester in das Kloster St. Anna eingetreten. Ich besuchte sie und sah, dass man neben dem Gebet auch durch einfache Arbeiten Gott dienen kann. Ich bat um Aufnahme. Hier kann ich mich voll einbringen. Ich habe diesen Schritt nie bereut.


Sr. M. Faustine
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1933 in Ried geboren war ich als 8-Jährige oft von meiner Mutter nach St. Anna um Pflanzen geschickt worden. Da lernte ich die Schwestern kennen. Ich hörte nur ihre Stimmen und hatte große Ehrfurcht, wenn ich sie im Chor singen hörte. Da erwachte erstmals in mir der Wunsch, auch ins Kloster zu gehen. Dieser gedanke ließ mich seither nicht mehr los.

Nach 53 Ehejahren und 2-jähriger Witwenschaft sagte eine Tochter zu mir: "Mama, du hast immer gesagt, dass Du ins Kloster gehst, wenn Papa stirbt". Das ließ mich nicht mehr los. Ich fragte das Evangelium und bekam die Antwort: "Wenn Du Vater, Mutter oder Kinder mehr liebst aks mich, bist du meiner nicht würdig."§ Ich wollte wirklich Gott mehr lieben als meine Kinder. Darum bin ich mit 75 Jahren in das Kloster St. Anna eingetreten, wurde Redemptoristin und bin glücklich. Denn Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Danke Jesus, mein Erlöser.


Sr. M. Assumpta O’Doherty aus Dublin, Irland


Gestorben 11. September 2003


Sr.M.Cäcilia Einböck aus Taiskirchen

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Gestorben 12. Oktober 2003


Sr. M. Josefa Haspel aus Vorau, Steiermark

Der Same zum Ordensleben wurde bei mir im Alter von 12 Jahren durch den Präses der Marianischen Kongregation gelegt. Dann kam der Krieg. 1946 bin ich in Gars am Kamp eingetreten. Von dort übersiedelte 1962 die ganze Gemeinschaft in unser neu erbautes Kloster in Rosental bei Graz. 1979 mussten wir das Kloster auflösen, wir 6 Schwestern wurden vom Wiener Konvent freundlich aufgenommen. Nachdem auch dieses Kloster 1989 geschlossen werden musste, nahmen wir das Angebot der Rieder Gemeinschaft an, sich ihnen anzuschließen. Nun lebe ich bereits im vierten Redemptoristinnen-Kloster. „Der Herr geht alle Wege mit.“

Gestorben 22. Jänner 2009


Sr. M. Victoria Dallinger aus Geinberg

Ich war Volksschullehrerein. Nach einigen Jahren zog es mich mehr zum Gebet hin, konnte mich aber im Kloster nicht eingewöhnen. Ich ging fort. Als ich weg war, spürte ich wieder stark den Ruf zum Gebet. Ich kam zurück und blieb. Der Herr möge vollenden, was er begonnen hat.

Gestorben 06. Jänner 2018


Sr. M. Annuntiata Preis aus Aurolzmünster

Ich durfte in Ried die Hauptschule besuchen; den Weg dahin legte ich öfters mit dem Fahrrad zurück. Von der Schärdinger Straße aus hatte man damals noch freie Sicht auf das Kloster St. Anna. Da erwog ich manchmal bei mir, wenn ich an die Schwestern dachte, das müssen doch ganz sonderbare Leute sein. Nun gehöre ich selbst schon bald 50 Jahre zu ihnen und bin ganz glücklich im Dienst des Herrn.

Gestorben 15. Oktober 2011


Sr. M. Gabriela Murauer aus Neuhofen im Innkreis

Der Herr hat mich gerufen, und ich folgte seinem Ruf in das nächstliegende Kloster St. Anna.

Hier will ich mich um treue Nachfolge Christi bemühen und mich von ihm umformen lassen zu seinem lebendigen Abbild. Geprägt von seinen Tugenden, bin ich eins mit ihm. Gebet und Arbeit zur Ehre Gottes und für das Heil der Welt heiligen meinen Alltag.

Gestorben 4. Dezember 2008


Sr. M. Hildegard Moosburger aus St. Marienkirchen bei Schärding

In den Heimstunden der Katholischen Jugend erzählte uns der Herr Pfarrer von den Redemptoristinnen, die für alle Menschen beten und sühnen. Das bewegte mich sehr. Als ich schwer erkrankte und längere Zeit im Krankenhaus verbringen musste, ging mir das öfters durch den Kopf. Später hörte ich, dass im Kloster St. Anna ein Hausmädchen gesucht werde. Ich bewarb mich und bekam die Stelle. Nach einiger Zeit bat ich um Aufnahme in den Orden. Ich trat mit zwei weiteren Mädchen ein, so waren wir zu Dritt in der Ausbildung. Dies half mir über manches Heimweh hinweg. Seit ich mich eingewöhnt habe, bin ich glücklich.

Gestorben 09. August 2011


Sr. M. Ancilla Haumer aus Arbesbach

In unserer Nachbarschaft verbrachte jedes Jahr eine geistliche Schwester ihren Urlaub. Als Kind suchte ich gerne ihre Nähe. Hier begann meine Berufung zum Ordensleben zu wachsen.

Weil ich meinem durch einen Arbeitsunfall körperlich behinderten Vater behilflich sein musste, öffnete sich mir erst mit 38 Jahren die Pforte des Redemptoristinnen-Klosters in Gars am Kamp. Ich bin krank und kann nicht mehr arbeiten, aber ich kann noch beten für alle Menschen. Das will ich nützen so gut ich kann.

Gestorben 03. Juli 2012