Sr. M. Celestes lichtvolle Sicht der Erlösung

Gottes Heilsplan

Celeste erkennt: Der Heilswille Gottes entspringt der Liebe des Vaters. Er sehnt sich danach, der Welt seinen Geist zu geben und den Menschen mitzuteilen, um in ihnen zu leben, sie teilhaben zu lassen an Seinem Leben der Gerechtigkeit und Wahrheit.
Um diesen Plan auszuführen, hat Gottvater der Welt Seinen eingeborenen Sohn gegeben; Jesus ist als „Sohn des Vaters“ der Mittler der Gerechtigkeit und des ewigen Lebens.

Celestes kosmische Vision

Bevor der Sohn Gottes der Welt gegeben wird, steht er als Göttliches Wort am Ursprung der Welt und ihrer Geschichte: „Die Welt wurde erschaffen durch die Weisheit meines Göttlichen Wortes, und in Ihm und durch Ihn leben alle Menschen.“ In Ihm ist die vollkommene ewige Liebe, mit der Gott seine Geschöpfe liebt.

Der dreifaltige Gott 

Während die herkömmliche Theologie den trinitarischen Vorgang der Zeugung des WORTES durch den Vater dem Erkennen zuordnet, ordnet Celeste die Zeugung des Wortes dem „ewigen Walten höchster Liebe“ zu. Es ist die Liebe des Vaters zum Sohn – wesenhaft der Heilige Geist.
Die innertrinitarische Zeugung des Wortes dehnt sich auch aus auf seine Menschwerdung.

Menschwerdung

Celeste sieht die ganze Trinität an der Menschwerdung des Wortes beteiligt. Sie sieht die ewige Zeugung des Wortes „verlängert“ hinein in die Menschwerdung aus Maria. Kaum dass Maria ihr verantwortungs­volles Ja gesagt hat, empfängt sie vom Vater durch das Wirken des Heilligen Geistes den Sohn Gottes, der auch ihr Sohn sein wird.

Erlösung

Jesus hat uns nicht allein durch sein Todesleiden erlöst. Sein gesamtes Leben galt dem Werk der Erlösung, weil es geprägt war vom Gehorsam gegenüber dem Vater: um „das Unrecht wieder gut zu machen“ das der Mensch in seinem Ungehorsam angerichtet hat… Der Gehorsam Jesu war Liebe, die den Plan des Vaters verwirklichte: die Menschheit mit Gott zu vereinigen und an seinem göttlichen Leben teilhaben zu lassen.

Umgestaltung in Christus

Wir sind „in Christus und mit Christus“. Dies ist für Celeste das Fundament ihrer Beziehung zu Jesus Christus. Sie legt besonderen Wert auf die liebende Aufmerksamkeit für die Gegenwart Christi in uns.
In der Taufe wurden wir aus Christus wiedergeboren. Wir wurden umgestaltet in seine lebendigen Abbilder. Christus will durch uns sein Erlöserleben und -wirken auf Erden fortsetzen. In den Sakramenten erfüllt Er uns mit Seinen Gnadengaben, um uns zu einem „Leben aus Ihm“ zu befähigen. Indem Er uns Seinen Geist schenkt, bewirkt Er in uns eine wesenhafte Gleichgestaltung mit Ihm: So lebt Christus in uns als Pilger durch die Zeit.

Die Kirche

Die von Christus geschaffene und geformte Kirche ist Sakrament Seiner rettenden Liebe, ein Sakrament der Barmherzigkeit Gottes. Jesus erfleht vom Vater für alle, die durch Ihn in Gott leben, die ursprüngliche Gerechtigkeit. „Da also der Gottmensch unser älterer Bruder und Haupt der Kirche ist, ziehen wir, die wir aus Gnade seine Glieder sind, im Sakrament der Taufe Sein Kleid an, … und erklären, dass wir in Jesus Christus, unserem Haupt, ein einziger Leib sind.“