Geschichte unseres Klosters St. Anna
Gründung und Entwicklung
In den Wirren des Revolutionsjahres 1848 wurden die Redemptoristinnen vom Wiener Kloster vertrieben. Mehrere Schwestern flohen zunächst nach Aachen und bauten 1850 ein Kloster in Mariendaal bei Wittem in Holland.
Sobald es die politischen Verhältnisse erlaubten, kehrten einige nach Österreich zurück und hielten zusammen mit den in Oberösterreich in der Zerstreuung
lebenden Mitschwestern Ausschau nach einer neuen Niederlassung. Der Bischof von Linz, Gregor Thomas Ziegler, schätzte die Redemptoristen sehr und wollte auch die beschaulichen Redemptoristinnen in seiner Diözese ansiedeln. Die damalige Marktgemeinde Ried war bereit, das ehemalige Leprosen- und Siechenhaus ein kleines, einstöckiges Holzhaus zu verkaufen. Es war an die öffentliche St.-Anna-Kirche angeschlossen.

Eine ausführlichere Beschreibung der Gründung in Ried, der Geschichte der Kirche und des Klostergebäudes zu St. Anna finden Sie in dem Heft: „Ried im Innkreis, 500 Jahre Kirche St. Anna“, 2000. Restexemplare sind erhältlich
(>>> Literatur <<<)

Am 30. Oktober 1852 zogen vier Schwestern in die nicht einmal regendichte Behausung ein; sieben weitere folgten in den nächsten Tagen. Obwohl sie hungern, frieren und bei Regen Schirme über die Betten spannen mussten, waren sie glücklich und fühlten sich von der Bevölkerung Rieds freudig aufgenommen.
1853 wurde das zweistöckige Schwesternhaus gebaut und bis 1904 war der gesamte Klosterkomplex mit Gartenanlage errichtet.

Im Garten laden kleine Andachtskapellen zum Gebet ein :

Lourdesgrotte---------------Erlöserkapelle----------------Josefskapelle


Harte Jahre voll Angst und Bedrängnis im Dritten Reich

Nach verschiedenen Etappen von Not und Drangsal, wie z.B. Epidemien, Todesfälle, auch mehrerer junger Schwestern, hatten die Schwestern in der Zeit des Nationalsozialismus wieder sehr schwere Bedrängnisse zu erleiden.

Der Großteil des Klosters wurde beschlagnahmt, den 33 Schwestern fehlte der nötigste Lebensraum; sie mussten Winter und Sommer auf dem Dachboden schlafen; waren verschiedenen Schikanen, Bedrohungen und Verhören - auch durch die Gestapo – ausgesetzt. Garten und Keller waren mit Munition vollgestopft; eine kranke Schwester wurde in Hartheim vergast; das Personal für die Landwirtschaft abgezogen ...

13 Schwestern wurden zu Verwandten der Priorin in eine Notunterkunft nach Oberegg im Allgäu/Bayern ausgesiedelt. Sie konnten ebenfalls wegen Platzmangel nur auf dem Dachboden schlafen.
Renovierungen

Nach den schrecklichen Kriegsjahren hatten unsere Schwestern große Mühe, die Klosterräume zurück zu gewinnen und bewohnbar zu machen.
Sanieren und erhalten der Gebäude war beinahe zur Daueraufgabe geworden. Gönner und Stifter haben zur richtigen Zeit immer wieder das Instandhalten und Umgestalten der alten Gebäude ermöglicht.
Ein seltenes Ereignis war 2004 die Erneuerung des Turmhelmes. Der alte stammte aus dem Jahr 1904 und war total morsch und wurmstichig.


Kostplatz für Priesterstudenten und Juvenat der Redemptoristen
Bald nach dem 2. Weltkrieg bekamen ein paar Priesterstudenten im Kloster Kost und auch Quartier.
Von 1949 bis 1978 war ein Trakt an die Redemptoristen vermietet. Diese führten hier für ihre Studenten ein Heim, um ihren Ordensnachwuchs heranbilden zu können. Die Schwestern hatten für die Buben Verköstigung und Wäsche übernommen.

Apostolische Aktivitäten

Mission
Durch das Engagement der Schwestern und mit Hilfe guter Menschen konnten Mssionare und Missionsschwestern auch materiell unterstützt werden..

Cursillo-Sekretariat
Von 1970 bis 1976 verrichteten die Schwestern für die Cursillo-Bewegung in unserer Diözese die administrative Arbeit des Sekretariates und wurden dadurch auch angeeifert zum Gebet, dem sogenannten "Nachschub".