Erfahrungen
Tage der Stille

Eine allein erziehende Mutter von zwei Kindern schreibt über ihren Aufenthalt bei uns:
"… Wonach ich suchte als ich hier ankam, weiß ich nicht. Für mich stellte sich aber die Frage, welchen Sinn hat mein Leben – wozu all die Mühe und Plage?
Hier bei Ihnen durfte ich sehen, wie einfach ein Weg sein kann, wenn man sich voll Vertrauen leiten lässt. Alles hat bei mir wohl so kommen müssen, um in Ihrem Kloster ankommen zu können.
Viele unbemerkte Stunden durfte ich in Ihrer schönen Kirche verbringen. Und ich habe mich in dieser Woche einfach leiten lassen. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass auch ich mich, wie Sie, voll Vertrauen an Gott wenden und mich leiten lassen kann. Und dass ich mein Vertrauen zu meinem Leben wieder aufnehme, damit ich den Weg, der mir gezeigt wird, gehen kann. Ich wünsche mir auch, dass sich mein Herz wieder allem öffnet und ohne Vorbehalte vertraut. Aber ich weiß, durch Sie und die Tage in Ihrem Kloster bin ich auf dem besten Weg dazu. Wenn ich darf, werde ich mich bestimmt wieder bei Ihnen sehen lassen.
Danke, dass ich an den vielen Gottesdiensten teilnehmen konnte und Lesung und Fürbitten lesen durfte. Danke auch dafür, dass ich an Ihrem Chorgebet teilnehmen durfte. … Danke für Ihre Herzlichkeit. … Es war wie ein Nachhause-Kommen."

E.R.

Bibelröllchen

"LEBEN MIT DEM WORT GOTTES
– EIN BIBELWORT ZUM MITNEHMEN"

Mit dieser Einladung bieten wir verschiedene Verse aus der Heiligen Schrift an: Worte der Freude, des Lobpreises und der Anbetung Gottes, des Trostes, der Orientierung und Ermutigung usw.

Wir haben im Vorraum zur Kirche, im Pfortenraum und in den übrigen Begegnungsräumen Körbchen mit Bibelröllchen aufgestellt und wollen aus dem reichen Schatz der Heiligen Schrift Menschen beschenken.

Es ist erfreulich, dass von diesem Angebot eifrig Gebrauch gemacht wird. Von einigen Leuten kamen positive und begeisterte Rückmeldungen.


Exerzitien im Alltag

Im Jahr 2002 haben wir als Vorbereitung auf das Hochfest des Heiligen Geistes Exerzitien im Alltag mit dem Thema (M)EIN WEG durch die Osterzeit - Pfingsten entgegen angeboten.

Schon bei den Anmeldungen merkte man deutlich, dass Gott alles wunderbar lenkte. Man spürte, dass die TeilnehmerInnen vom Herrn zu den Exerzitien gerufen waren. Mit 28 Frauen und Männern zwischen 28 und 67 Jahren war unsere räumliche Kapazität voll ausgeschöpft.

Zwischen 19. April und 16. Mai 2002 trafen sich die TeilnehmerInnen fünfmal mit Sr. Edeltraud Schmidhammer MSsR und Sr. M. Anna Stehrer OSsR zu einer gemeinsamen wöchentlichen Einheit von 90 Minuten.

Die reiche Erfahrung von Sr. Edeltraud und die Bereitschaft der Exerzitien-TeilnehmerInnen waren die beste Voraussetzung für ein gutes Gelingen. Diese Leute hungerten nach geistlicher Nahrung, um die Osterzeit bewusst mit Christus zu feiern und dem Heiligen Geist Raum zu bereiten; hiefür suchten sie die Stütze einer Gemeinschaft.

Diesem Hunger konnte Sr. Edeltraud mit ihren lebensnahen, aufbauenden Impulsen überzeugend begegnen.

Die TeilnehmerInnen griffen die Grundübungen zum Stillwerden dankbar auf, und beim Erfahrungsaustausch beschenkten sie einander durch beeindruckende Zeugnisse.

Jedes Mal war eine beachtliche Zeit für meditatives Gebet eingeplant, um verschiedene Weisen des Betens einzuüben.

Dank der guten Sängerinnen und einer Gitarristin kam auch die musikalische Seite zum Tragen.

Mit einem dem Thema angepassten Segensgebet wurden die Abende abgeschlossen.

Jede Woche erhielten die TeilnehmerInnen ein Textheft mit verschiedenen Gebetsanregungen, denn es galt, täglich eine halbe Stunde dem persönlichen Gebet zu widmen.

Am Schluss der Exerzitien überraschten uns die Leute mit einer ausgiebige Agape. Schon während der Exerzitien bedankten sie sich wiederholt für das Angebot dieser Exerzitien. Zum Abschied bekräftigten sie ihre Dankbarkeit durch einen ansehnlichen freiwilligen finanziellen Beitrag. Alle waren glücklich über das beinahe greifbare Gnadenwirken Gottes.