Sr. M. Celestes Einstellung zu Sterben und Tod

Aus ihren Werken:

Christus verlangt danach, jeden Menschen mit grenzenloser Liebe zu beschenken.

Wie schön ist der Tod nach einem guten Leben. Man findet im Tod das Leben, wenn man schon im Leben sich selbst gestorben ist (vgl. Mt 10,39 par.).

… der Tod ist für die Gerechten ein Schlaf des Friedens. Sie leben in der Liebe und finden in dieser Liebe den Frieden.

Für jede Seele, die Jesus wahrhaft liebt, kann es keine freudigere und beglückendere Botschaft geben, als das Nahen der Todesstunde. Nun darf sie wirklich alles gänzlich verlassen, wovon sie sich schon längst getrennt hat.

Nach dem Sterben ist der Kampf zu Ende, und man kann von den vielen Feinden nicht mehr besiegt werden. Vor allem aber erfüllt einen nun die Sehnsucht, das geliebte Gut (Gott), die größte Freude zu besitzen, wie es in diesem Leben nicht möglich war.

Das Leben der Liebe kann sich im Tod zur letzten Vollkommenheit entfalten. Im Glauben weiß der Mensch, dass er bald das Höchste Gut genießen darf. Er schält sich (von allem) vollkommen los und stirbt in das wahre Leben hinein.

Im Sterben eilt die Seele ohne jede Furcht dem ewigen Gut entgegen. Der Tod ist für sie ein süßer Schlaf des Friedens, in welchem sie die ersehnte Reise zur ewigen Heimat antreten darf. Sie darf zurückkehren zu ihrer Mitte, aus der sie gekommen ist, wo sie von Ewigkeit her erdacht und erwählt war. Sie darf zurückkehren, um sich ihres Höchsten Gutes zu erfreuen und mit ihm, nach dessen Umarmung sie sich immer sehnte, in Ewigkeit vereint zu sein.